Raptechnik - Stimmvolumen (Resonanztraining)

Raptechnik - Stimmvolumen (Resonanztraining)

Beitragvon LaRou » 26. Juni 2009 17:27

Für all die HipHop-Begeisterten, Wissensdurstigen und Newcomer im Genre
finden sich hier und in den nächsten Beiträgen einige Tipps und Tricks, wie ihr euren Flow, euer Stimmvolumen bzw. den Druck eurer Stimme wie auch die Deutlichkeit oder andere Defizite ausarbeiten könnt, um euch das eigentliche Rappen zu erleichtern.

Die Raptechnik besteht, ebenso wie die Stimmbildung, aus verschiedenen Faktoren, die sich durch gezieltes Training verbessern und nach einer Weile auch automatisieren lassen, sprich, der Körper gewöhnt sich daran und das technische Know-how läuft, nach einer Weile der Übung, im Unterbewusstsein ab. Menschen denken über vieles nach. Auch bei der Musik ist das "Denken" ein wichtiger Bestandteil, da das Gedachte meist auf Papier niedergeschrieben wird um seinem Unmut freien Lauf zu lassen oder um Erfahrungswerte mit anderen Menschen zu teilen. Doch zu viel Denken ist in der Tonkabine fehl am Platz und hindert den Musiker daran, sich frei zu entfalten.


1. Stimmvolumen

Zunächst Beschäftigen wir uns mit dem Stimmvolumen bzw. dem Druck der Stimme.
Sinn und Zweck dieser Übung ist es, die Stimme kraftvoller zu machen ohne dieser dabei Schaden zuzufügen. Meist versuchen unerfahrene Musiker diesen Druckeffekt durch lauteres Rappen zu erzielen, was nach einer Weile einen rauen Hals verursacht und zur vollständigen Zerstörung der Stimme führen kann, da in solchen Fällen meist über den Hals gerappt / gesungen wird und dies die Stimmbänder zu sehr beansprucht. / Siehe auch: Stimmbildung


Resonanztraining

Zunächst sollte erst einmal tief Luft geholt werden, um die Lungenflügel komplett mit nährreichem Sauerstoff zu füllen. Spannt den Bauch an, wenn nötig drückt ihr mit einer Hand leicht darauf und spricht nun langsam, deutlich und hintereinander die einzelnen Vokale "A,E,I,O und U" aus. Hierbei darf auf keinen Fall die Stimme benutzt werden, die Stimme bildet sich im Bauch und sollte fließen, nicht anstrengen. Zieht jeden einzelnen Ton richtig lang, ungefähr so lange, bis ihr keine Luft mehr in den Lungen habt. Ihr spürt nach einer Weile, wie sich eure Bauchmuskulatur enorm anspannt und eure Stimme um einiges tiefer klingen wird - wenn das der Fall ist, seid ihr auf dem richtigen Weg. Durch dieses Resonanztraining schont ihr eure Stimme beim Singen bzw. Rappen und bildet hierbei einen Druck von unten heraus, der eurer Stimme das Gewisse etwas gibt ohne sie dabei wirklich zu strapazieren. Übt das anfangs täglich ca. ne viertel Stunde, bis ihr merkt, dass eure Stimme tiefer und kraftvoller geworden ist und ihr beim Rappen weniger Kraft aufwenden müsst. Wenn ihr schon einmal an diesem Punkt angekommen seid, reicht es aus, wenn ihr diese Übung 4-5 Mal vor einer Aufnahme praktiziert. Ebenso hilfreich ist es, zwischen jeder Buchstabenreihe, also nach jedem "U" kurz einen 12er oder 16er runterzubeten, um den Unterschied festzustellen und Defizite in dieser Übung auszumerzen. Dies unterstützt auch den Effekt dieser Übung, da ihr gleich einmal ein Gefühl dafür bekommt wie sich diese auf euren Körper auswirkt.

In nächster Zeit werden noch weitere Beiträge zu den Themen Flow, Intonierung und anderen Bereichen der Raptechnik folgen. Bis dahin wünsche ich viel Erfolg und Spaß beim üben!


Peace
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Die Kontroverse eines Lebens nach dem Glauben an Gott
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